Nachdem Broadcom VMware übernommen und 2024 die Lizenzierung umgestellt hat, überdenken viele KMU ihre Virtualisierungsstrategie. Proxmox VE ist längst keine „Budget-Alternative" mehr.
Schneller Vergleich
| Kriterium | Proxmox VE | VMware vSphere |
|---|---|---|
| Kosten 3-Knoten-Cluster | ~1.200 €/Jahr | ~6.000–12.000 €/Jahr |
| Lizenzmodell | Open Source + bezahlter Support | Pflicht-Abo |
| Hypervisor | KVM + LXC | ESXi |
| Web-UI | Integriert | vCenter (separat) |
| Backup | Proxmox Backup Server (gratis) | Veeam (kostenpflichtig) |
| HA / Cluster | Integriert | vCenter Standard+ nötig |
| Vendor-Lock-in | Minimal | Hoch |
Was sich bei VMware geändert hat
- Dauerlizenzen abgeschafft.
- Mindestens 16 Kerne pro Sockel.
- Free ESXi Ende 2024 eingestellt.
- Mindestens 72 Kerne für Produktions-Paket.
- Preise 2–5× höher.
Wann Proxmox passt
- KMU (bis ~50 VMs).
- Infrastrukturbudget unter 10.000 €/Jahr.
- Linux-Know-how intern oder Partner.
- Flexibilität und kein Vendor-Lock-in.
- Native Container (LXC) benötigt.
Wann VMware noch Sinn ergibt
- Großes Unternehmen mit VMware-zertifiziertem Personal.
- Enterprise-Software nur auf VMware zertifiziert.
- Compliance, die VMware explizit nennt.
Migrationshinweise
- VMDK → QCOW2/RAW per
qm importdisk. - VMware Tools deinstallieren, QEMU Guest Agent installieren.
- virtio-Treiber für Windows-VMs.
- Backup-/DR-Prozesse zuerst neu planen.
Empfohlener KMU-Stack
- 2 oder 3 identische Hosts.
- 32–64 GB RAM pro Host.
- 2× 1,92 TB NVMe im ZFS-Mirror.
- 10 GbE zwischen Hosts.
- Separater Proxmox Backup Server.
- HA-Cluster mit Corosync.
Fazit
Für KMU in 2026 ist Proxmox VE fast immer die klügere Wahl — 60–80 % Lizenzkosten gespart, mehr Flexibilität, kein Lock-in.
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